Was ist im Arbeits Rechtsschutz versichert?

Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, da der Arbeitsrechtsschutz lediglich einen Teilbereich des Berufsrechtsschutzes darstellt und dieser wiederum, zumindest in Kombination mit einer Privatrechtsschutzversicherung vertrieben wird. Das abgesicherte Leistungsspektrum und der aufzuwendende Preis, kann sich dabei von Anbieter zu Anbieter erheblich unterscheiden. Eine hohe Prämie ist dabei keine Garantie für die beste Absicherung. Bei unserem Onlinevergleich der Testsieger stellen wir aus diesem Grund über 60 Tarife gegenüber, um eine adäquate Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Um zur Vergleichsdarstellung zu gelangen, klicken Sie auf den Button “Jetzt Arbeitsrechtsschutzversicherungen vergleichen”. In der dann erscheinenden Eingabemaske lediglich noch den Absicherungsumfang und alle relevanten Daten eingeben und schon finden Sie die passenden Tarife aufgelistet.

Dipl.-Vw. Lars Weiland

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Streitwert bestimmt Kosten des Verfahrens

Eine alte Volksweisheit besagt, „Vor Gericht und auf hoher See sind wir alle in Gottes Hand!“ Diese Weisheit beschreibt nur zu schön, die Ohnmacht, die zum Teil vor Gericht herrscht, selbst wenn sich der Kläger im Recht glaubt. Rund Fünf Millionen Prozesse werden jährlich vor deutschen Gerichten aller Instanzen ausgetragen. Der Großteil davon beschäftigt sich mit Zivil- und Verkehrsklagen. Ungefähr jeder zehnte Prozess wird vor Arbeitsgerichten verhandelt. Die Kosten, die durch den Gang vor das Gericht verursacht werden, sind beträchtlich, richten diese sich in der Regel nach dem sogenannten Streitwert. Selbst, wenn eine Person nicht streitsüchtig ist, ist sie nicht davor geschützt, dass sie ihr Recht durchsetzen muss, beispielsweise bei regelmäßiger Willkür des Arbeitgebers. Ein solcher Arbeitnehmer kann diesem Umstand besser gegenübertreten, wenn er eine Absicherung im Bereich von Arbeitsrechtsschutz und Berufsrechtsschutz hat.

Welche Kosten werden durch die Arbeitsrechtsschutz Tarife übernommen?

Der Arbeitsrechtsschutz Umfang beinhaltet die Wahrnehmung vieler rechtlicher Interessen aus Arbeitsverhältnissen. Es besteht zudem ein Versicherungsschutz für den Bereich der öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnisse, insofern diese aus dienst- oder versorgungsrechtlichen Ansprüchen betroffen sind. Im Einzelnen erfolgt eine Kostenübernahme vom Arbeitsrechtsschutz zum Beispiel in den folgenden Fällen:


  • Der Arbeitgeber spricht eine Abmahnung wegen eines Fehlverhaltens aus. Die Kosten des Rechtsstreites werden übernommen. Genauso verhält es sich, wenn eine betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen wird. Es besteht Versicherungsschutz.

  • Ein häufiger Grund juristischer Auseinandersetzungen ist das Arbeitszeugnis. Jeder Arbeitnehmer hat bei Verlassen eines Unternehmens einen Anspruch auf ein einfaches Arbeitszeugnis, auf Verlangen ist ihm sogar ein qualifiziertes Arbeitszeugnis auszustellen. Stellt der Arbeitgeber ein schlechtes Zeugnis zu Unrecht aus oder sind Informationen enthalten, die nicht enthalten sein dürften, sind die Kosten des juristischen Streites durch die Versicherung gedeckt.

  • Ist ein Unternehmen mit Gehaltszahlungen im Rückstand, kann der Arbeitnehmer hiergegen klagen. Die Versicherung übernimmt die Kosten.

  • Auch andere Verfahrenskosten, wie zum Beispiel im Falle von Mutterschutzklagen, Verfahren aufgrund von Urlaubsansprüchen oder bezüglich Abfindungen werden von der Arbeitsrechtsschutzversicherung bezahlt.

Besonderheiten der Arbeitsrechtsschutzversicherung

Nicht zu verwechseln ist die Arbeitsrechtsschutzversicherung mit der Berufsrechtsschutzversicherung. Diese ist quasi die übergeordnete Leistungsart und zahlt auch Kosten, die bei einem Verfahren gegen das Arbeitsamt oder den Rentenversicherungsträger anfallen, also nicht direkt mit dem Arbeitsverhältnis zu tun haben. Dies bedeutet auf der anderen Seite auch, dass eine Rechtsschutzversicherung, die nur den Arbeitsrechtsschutz enthält, nicht abgeschlossen werden kann. Nur im Zusammenhang mit einer Privatrechtsschutzversicherung ist dieser möglich. Andersherum kann aber explizit der Arbeitsrechtsschutz in einer Police ausgeschlossen sein.


Eine Rechtsschutzversicherung mit Arbeitsrechtsschutz unterliegt grundsätzlich der Wartezeit von in der Regel drei Monaten. Alle Gründe für Verfahren, die vor oder in der Wartezeit liegen, sind nicht versichert. Es ist verständlicherweise somit nicht möglich, einen Arbeits Rechtsschutz rückwirkend abzuschließen.


Ein wichtiger Hinweis zur Bedeutung der Kostenübernahme durch eine Versicherung: Bis zur ersten Instanz muss ein Arbeitnehmer seine Kosten auch im Falle eines gewonnenen Rechtsstreites selbst tragen.

Autor: Dipl.-Vw. Lars Weiland - Google+