Was bedeutet beim Arbeitsrechtsschutz Wartezeit?

Um die Versichertengemeinschaft vor stetig steigenden Prämien zu schützen gilt beim Arbeitsrechtsschutz eine Wartezeit von 3 Monaten. Lediglich wenn eine gleiche Vorversicherung besteht und diese nahtlos in einen Neuvertrag übergeht, kann diese Wartezeit entfallen. In unserem Onlinevergleich der Testsieger finde Sie über 60 Tarife bezüglich ihres Preises und dem abgesicherten Leistungsumfang gegenübergestellt. Um zur Vergleichsdarstellung zu gelangen, klicken Sie auf den Button “Jetzt Arbeitsrechtsschutzversicherungen vergleichen”. In der dann erscheinenden Eingabemaske lediglich noch den Absicherungsumfang und alle relevanten Daten eingeben und schon finden Sie die passenden Tarife aufgelistet.

Dipl.-Vw. Lars Weiland

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Wartezeit - Ein wichtiges Element für Versicherungsgesellschaften

Im Gegensatz zu Schadensfällen im Unfallbereich, wo sich Schäden plötzlich und unvermittelt ereignen, kündigen sich Leistungsfälle in der Sparte Rechtsschutzversicherung meist frühzeitig an. Dies ist der Grund, warum die Versicherungsgesellschaften für bestimmte Tarifbausteine Wartezeiten verlangen. Grundsätzlich zahlen Versicherungsgesellschaften immer erst die vereinbarte Leistung, wenn der Leistungsfall ab Versicherungsbeginn eintritt. Die zusätzliche Wartezeit hat noch einmal besondere Gründe für die Versicherungsgesellschaft, die im Folgenden dargestellt werden sollen. Insbesondere bei der Arbeits Rechtsschutz Versicherung ist Wartezeit ein wichtiges Element. Es ist daher elementar zu bedenken, dass der Abschluss einer Versicherung mit Tarifbaustein Arbeitsrechtsschutz eine Wartezeit beinhaltet.

Dauer der Wartezeit abhängig von der Leistungsart

Oftmals sind angehende Versicherungsnehmer erst dann bereit, Geld für eine notwendige Versicherung auszugeben, wenn der Leistungsfall bereits in Sichtweite ist. Im Falle der Rechtsschutzversicherung ist dies dann bereits zu spät, da bestimmte Leistungsmerkmale mit einer Wartezeit verbunden sind. Im Regelfall gilt für den Arbeits Rechtsschutz 3 Monate Wartezeit. Dennoch suchen viele Versicherungsnehmer gerade im Internet nach Angeboten, die eine Arbeitsrechtsschutzversicherung ohne Wartezeit versprechen oder aber den Eindruck erwecken, dass in bestimmten Leistungsfällen der Arbeits Rechtsschutz ab sofort greift.


Leider entspricht dies nicht den Tatsachen. Die Frage, „Hat Arbeitsrechtsschutz eine kurze Wartezeit?“ muss bejaht werden. Es wird beim Arbeitsrechtschutz auf Wartezeit nicht verzichtet werden, wie dies bei anderen Leistungen der Rechtsschutzversicherung zum Teil auch der Fall ist, zum Beispiel im Steuer-Rechtsschutz oder im Sozialgerichts-Rechtsschutz. Es ist nicht unüblich, dass eine Versicherungsgesellschaft die Wartezeit erlässt, wenn ein Versicherungsnehmer direkt von einer anderen Rechtsschutzversicherung in die eigenen Tarife wechselt. Dies gilt aber nur für dieselben Leistungsarten und einen nahtlosen Wechsel der Versicherung. Auch aus Kulanzgründen wurden schon Wartezeiterlasse gewährt. Für Neukunden ohne Vorversicherung ist ein Arbeitsrechtsschutz ohne jegliche Wartezeit nicht möglich.


Hintergrund dieser Handhabung ist der wirtschaftliche Schutz der Versicherung und somit auch seiner Versicherten, an die ein überhöhtes Leistungsaufkommen über steigende Beiträge weitergegeben würde. Dadurch, dass die Versicherung nicht für Fälle aufkommen muss, die sich bereits vor Vertragsabschluss abzeichnen, wird dies vermieden. Es würde daher für die Gesellschaft keinen Sinn machen, gerade im Arbeits Rechtsschutz 2 Monate Wartezeit anzubieten oder sogar eine Arbeitsrechtsschutzversicherung mit 1 Monat Wartezeit.

Allgemeine Versicherungsbedingungen beachten

Die Wartezeiten sind in den Allgemeinen Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung, oder auch ARB, geregelt. Die aktuellsten Bedingungen liegen vor, wenn sie dem Stand 2011 entsprechen. Selbst ältere Bedingungswerke, zum Beispiel von 2000 oder 1994, sind nahezu gleichlautend. Sie besagen:


  • Es werden nur Leistungen für Fälle gezahlt, die innerhalb der Vertragslaufzeit liegen. Maßgeblich ist der Beginn.

  • Die allgemeine Wartezeit beträgt drei Monate, dies gilt somit auch für den Arbeitsrechtsschutz.

  • Ausnahmen, wie zum Beispiel Wartezeiterlass bei Vertragsangelegenheiten bei Kraftfahrzeugen oder auch Verfahren rund um die Studienplatzvergabe (Wartezeitverlängerung), werden explizit genannt.

  • Ebenso geregelt sind nicht versicherte Leistungen oder Sonderbestimmungen.


Die Bedingungen regeln nicht die abweichende Handhabung der Versicherungsgesellschaft für Wartezeiterlass oder Wartezeitverkürzung, die zum Beispiel aufgrund des Konkurrenzdrucks am Markt oder aufgrund von Sonderkonditionen herrschen.

Autor: Dipl.-Vw. Lars Weiland - Google+