Gibt es einen Arbeits Rechtsschutz ohne Wartezeit?

Einen Arbeits Rechsschutz ohne Wartezeit abschließen, dieses Privileg besteht nur, wenn eine Vorversicherung mit gleichem Leistungsumfang besteht. Möchten Sie das Risiko Arbeits- und Berufsrechtsschutz hingegen erstmalig absichern, gilt in der Regel eine Wartezeit von 3 Monaten. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert frühzeitig an eine Absicherung zu denken. Unser Onlinevergleich der Testsieger, von über 60 Tarifen, kann Ihnen dabei helfen die passende Absicherung zu finden. Um zur Vergleichsdarstellung zu gelangen, klicken Sie auf den Button “Jetzt Arbeitsrechtsschutzversicherungen vergleichen”. In der dann erscheinenden Eingabemaske lediglich noch den Absicherungsumfang und alle relevanten Daten eingeben und schon finden Sie die passenden Tarife aufgelistet.

Dipl.-Vw. Lars Weiland

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Ohne Vorversicherung gelten Wartezeiten

Juristische Auseinandersetzungen vor Gerichten sind eine vergleichsweise teure Angelegenheit. Egal, ob Zivilklage, Prozesse aufgrund von Verkehrsunfällen oder auch arbeitsrechtliche Streitigkeiten, der sogenannte „Streitwert“ ist Grundlage für die Berechnung der Kosten. Wird zum Beispiel eine Kündigungsschutzklage durchgeführt, bemisst sich der Streitwert an der Summe von drei Monatsgehältern. Verdient ein Arbeitnehmer beispielsweise 2.500 Euro brutto im Monat, liegt der Streitwert bei 7.500 Euro. Die Kosten für die erste und zweite Instanz inklusive des Anwaltsvorschusses und der Gerichtskosten liegen dann rasch bei rund 5.000 Euro, sollte der Arbeitnehmer unterliegen. Nichts liegt in einem solchen Fall näher, als vor Prozessbeginn noch eine Rechtschutzversicherung abzuschließen. Bedauerlicherweise fallen für bestimmte Leistungsarten dieser Versicherung Wartezeiten an, so auch für den Arbeitsrechtsschutz. Dringend gesucht wird also eine Arbeits Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit, um die Kosten möglichst gering zu halten.

Versicherungsnehmer wollen Geld sparen – Versicherungen auch

Eine Versicherung leistet grundsätzlich nur für Ereignisse, die ab Versicherungsbeginn eingetreten sind. Wäre dies nicht der Fall, würde jeder angehende Versicherungsnehmer auf die Idee kommen, bei einem sich kurzfristig abzeichnenden oder bereits eingetretenen Leistungsfall schnell eine Versicherung abzuschließen, um die Kosten zu sparen. Idealerweise macht der Versicherungsnehmer noch von seinem Sonderkündigungsrecht im Schadenfall gebrauch und spart zudem unter Umständen Prämien. Dies ist auch den Versicherungen bekannt, daher die Leistungseinschränkung.


Im Fall von Rechtsschutzversicherungen zeichnen sich mögliche Auseinandersetzungen bereits früher ab. Aus diesem Grunde wurden Wartezeiten eingeführt. Diese betragen in der Regel drei Monate. Gerade im Arbeitsleben sind Auseinandersetzungen häufiger der Fall als im Privatleben – auch ohne ausgeprägte Streitlust. Diese beiden Zusammenhänge führen dazu, dass es einen Arbeits Rechtsschutz ohne Wartezeit nicht gibt. Hinzu kommt noch ein weiterer Aspekt: Bis zur ersten Instanz muss jede teilnehmende Partei eines Rechtsstreites die Kosten selbst tragen. Würde ein Arbeits Rechtsschutz ohne Wartefrist existieren, wäre das für die Versicherungsgesellschaften ein erhebliches Zuschuss-Geschäft. Eine Wartezeit beim Arbeitsrechtsschutz hat demnach auch erhebliche wirtschaftliche Gründe.

Viele Internetseiten locken mit Angeboten für die Arbeitsrechtsschutzversicherung ohne Wartezeit

Viele Internetseiten locken mit der Aussage, die eine oder andere Arbeitsrechtsschutzversicherung ohne Wartezeit im Vergleich anbieten zu können. Meist handelt es sich dabei um einzelne Leistungsarten, die auch ohne Wartezeit abgeschlossen werden können, oder bei denen auch innerhalb der Wartezeit ein selbst unverschuldeter Leistungsfall versichert ist. Eine Arbeits Rechtsschutz ohne Sperrfrist ist allerdings nicht dabei.


Warum ein Arbeitsrecht Schutz ohne Wartezeit für Versicherungsgesellschaft nicht infrage kommen kann, soll das nachfolgende Beispiel erläutern:


  • Ein Arbeitnehmer bekommt eine Abmahnung durch die Geschäftsleitung erhalten.

  • Nach Rücksprache mit seinem Anwalt hält dieser es für wahrscheinlich, dass eine Kündigung erfolgen wird.

  • Der Arbeitnehmer schließt eine Rechtsschutzversicherung ab, die auch den Arbeitsrechtsschutz enthält, um im Falle der Kündigung die Kosten aufzufangen.

  • Nach kurzer Zeit erhält der Arbeitnehmer tatsächlich die Kündigung, reicht Kündigungsschutzklage ein und meldet den Fall der Versicherung.

  • Der Vertrag befindet sich noch in der Wartezeit. Bei Prüfung der Unterlagen erfährt die Versicherung von der Abmahnung, die ursächlich für die Kündigung war und versagt die Kostendeckung, weil die Ursache noch vor Versicherungsbeginn zu finden ist.


An diesem Beispiel wird deutlich, dass die Versicherung ein elementares Interesse an einer Arbeits Rechtsschutz mit Wartezeit hat.

Autor: Dipl.-Vw. Lars Weiland - Google+